Schritt für Schritt zum optimalen Online-Kurs

Digitale Bildung, Erstellung von digitalen Lernformen, spezieller: die Erstellung von Online-Kursen – das macht Polarstern Education! Der Entwicklungsprozess von Online-Kursen ist vielfältig, besteht aus zahlreichen Schritten und es muss vieles beachtet werden. Wie die Erstellung eines solchen Online-Kurses aussieht und einige Tipps verraten wir euch in diesem Beitrag.

Phase 1: Kick-Off

In der Startphase geht es zuerst einmal um die Kurskonzeption. Was bedeutet das? Kurskonzeption bedeutet hier zunächst die Planung des Kurses. Welche Vorstellungen verfolgen die beteiligten Parteien? In welche fachliche Richtung soll der Kurs gehen? Was soll mit dem Kurs erreicht werden? Wer soll mit dem Kurs erreicht werden? Wie sollen die Inhalte vermittelt werden? Kurz gesagt: Es soll eine relativ konkrete Vorstellung von dem geplanten Online-Kurs entstehen.

Tipp: Definiere deine Ziele. Die potentiellen Kursteilnehmer*innen sollten einen Anreiz haben bei dem Online-Kurs mitzumachen. Es ist wichtig, dass die Teilnehmer*innen einen Nutzen aus dem Kurs ziehen können und dass dieser ihnen auch bewusst ist. Der Anreiz kann zum Beispiel eine neue Fähigkeit sein die in dem Online-Kurs erlernt wird oder auch neues Wissen für einen speziellen Bereich, welches in dem Kurs generiert wird. Damit diese Ziele/ Anreize für die Kursteilnehmer*innen direkt ersichtlich sind, solltest du dir vorher über diese bewusst zu werden und sie klar zu definieren.

Weitere Schritte sind sowohl die Einrichtung der Server Infrastruktur, als auch die Installation und die Konfiguration von einem Learning-Management-System. Das Learning-Management-System ist einfach gesagt der Ort, wo all die Inhalte, die später für die Kursteilnehmer*innen zur Verfügung stehen sollen, sozusagen „gelagert“ werden. Es gibt verschiedene Learning-Management-Systeme. Die Auswahl eines geeigneten LMS ist meist einer der ersten kritischen Prozessschritte, hierbei ist ein gutes Verständnis der Zielgruppe und deren Nutzungsverhalten besonders wichtig. Damit man sich später auch einen Überblick über die Teilnehmer*innen verschaffen kann, ist es wichtig Basis-Analysetools einzurichten. Diese können unter anderem analysieren wie viele Nutzer*innen Aufgaben falsch/ richtig beantwortet haben, aus welchen Ländern die Teilnehmer*innen stammen und noch vieles mehr. Diese Informationen können dem Kursleiter/ der Kursleiterin einen schnellen Überblick über den Kurs und seine Teilnehmer*innen verschaffen.

Tipp: Priorisiere vor der Auswahl eines LMS deine Anforderungen. Viele Organisationen machen den Fehler an gängiges Lösungen festzuhalten, die meist in der Anwendung auf mobilen Endgeräten frustrieren und nicht mit dem Look und Feel moderner Webseiten und Medien Schritt halten können.

Phase 2: Entwicklung

Wie sieht der Ziel-Markt aus? Die Marktanalyse ist ein wichtiger Schritt um später die Kurspositionierung vornehmen zu können. Fragen denen man hier nachgehen muss sind unter anderem folgende: Was gibt es schon für Angebote? Wie sind diese aufgebaut? Wo gibt es Marktlücken? Mit Hilfe einer strukturierten Marktanalyse kann dann die Kurspositionierung vorgenommen werden.

Tipp: Abgrenzung ist der Schlüssel zum Erfolg. Finde deine USP! Damit potentielle Nutzer*innen genau auf deinen Kurs aufmerksam werden, ist es wichtig, dass er sich von thematisch ähnlichen Kursen auf dem Markt unterscheidet und positiv heraussticht. Wenn der Kurs in irgendeiner Weise imposant auffällt, können Personen leichter auf ihn aufmerksam werden und nehmen optimalerweise an ihm teil.

Jetzt geht es richtig los. Als nächstes steht die Entwicklung von Kursinhalten und daraufhin die Medienproduktion an. Bezüglich der Lerninhalte ist es entscheidend eine Kursgliederung und ein Storyboard zu erstellen.

Tipp: Erstelle auf jeden Fall ein Storyboard für deinen Online-Kurs! Ein Storyboard ist eine konkrete Darstellung von deinem Konzept. Hier wird die genaue Struktur des Kurses festgelegt. Hierfür ist wiederum auch die Entwicklung der Kursinhalte wichtig: Welche Themen werden in dem Kurs behandelt? Wie ist der Kurs aufgebaut? Welche Medien werden für die Lehrvermittlung genutzt? Welche Aufgabentypen werden zur Wissensabfrage verwendet?

Als nächstes startet die Content Creation. Mögliche Medien in der Medienproduktion sind Videos, Bilder, Präsentationsfolien und Skripte. Bei beispielsweise der Videoproduktion ist außerdem eine Post-Production-Phase nötig, in der das aufgenommene Material bearbeitet wird.

Tipp: Passe nicht nur die Inhalte sondern auch Formate deiner Zielgruppe an. Das solltest du auf jeden Fall beachten und deine Kursinhalte, Prüfungsformen und weiteres auf deine geplante Zielgruppe abstimmen. Sei dir bewusst, dass es unterschiedliche Lerntypen gibt. Vielleicht ist es möglich die Diversität der Nutzer*innen in der Diversität deiner Aufgabentypen widerzuspiegeln?

Um deinen Online-Kurs dann auch tatsächlich unter die Leute zu bringen sind sowohl Kommunikation, als auch Vermarktung entscheidend. Ein Aspekt den Kurs ansprechender zu gestalten wäre zum Beispiel das Verkaufen von Zusatzprodukten.

Tipp: Zusatzprodukte können ein entscheidender Anreiz sein an einem Online-Kurs teilzunehmen. Ein Beispiel für ein Zusatzprodukt können Zertifikate sein, damit der Teilnehmer/ die Teilnehmerin einen Nachweis darüber hat, was er/sie im Online-Kurs gelernt hat. Weitere klassische Zusatzprodukte sind Meetups, Events oder Webinare.

Phase 3: Aktualität, Nutzerfreundlichkeit, Verbesserung

Die letzte Phase hat eine Besonderheit: Sie endet nicht, solange der Kurs existiert. Phase 3 lässt sich in drei Unterpunkte unterteilen: Die Aktualität sichern, die Nutzerfreundlichkeit steigern und die Verbesserung des Online-Kurses anzustreben.

a) Aktualität

Um die Aktualität zu sichern ist es wichtig das Learning-Management-System auf dem neuesten Stand zu halten. Hierzu sind regelmäßige Updates wichtig. Außerdem sollte sichergestellt werden, dass technisch alles funktioniert und den Nutzer*innen sollte bei Problemen Unterstützung angeboten werden.

Tipp: Technischer Support ist vor allem bei einer diversen Zielgruppe enorm wichtig. Wir empfehlen deshalb bereits zu Beginn feste Supportprozesse, wie beispielsweise Ticketing Systeme anzulegen und zu proben. Noch entscheidender ist technische Stabilität allerdings in den Prüfungen. Wenn hier nicht sichergestellt ist, dass alles fehlerlos funktioniert kann es im Nachhinein zu großen, eigentlich vermeidbaren Problemen kommen.

b) Nutzerfreundlichkeit

Um die Nutzerfreundlichkeit und den Spaß am Online-Kurs zu steigern, können automatisierte Tools zur Steigerung des Nutzerengagements und Sonderformate zur Steigerung des Nutzererlebnisses helfen. Ein Beispiel für ein automatisiertes Tool ist ein Mailtool, welches automatisierte E-Mails verschicken kann. Dieses kann unter anderem für Teilnehmer*innen genutzt werden, aber auch für Kursleiter*innen. Diese E-Mails können zum Beispiel verschickt werden, wenn die Nutzer*innen den Online-Kurs lange nicht genutzt haben oder nach einer Kurswoche an die Kursleitung mit der Information wie viele Teilnehmer*innen die Fragen richtig/ falsch beantwortet haben. Ein Beispiel für ein Sonderformat wäre das Lerngruppenmatching. Hier geht es darum, dass Nutzer*innen (über verschiedene Zeitzonen hinweg) analysiert werden und dann Gruppen gebildet werden mit Nutzer*innen die immer zu ähnlichen Zeiten aktiv sind, damit diese Lerngruppen bilden können.

Tipp: Hole dir Feedback und teste fortlaufend neue Sonderformate! Wie auch bei anderen Web-Produkten ist das Nutzererlebnis entscheidend und dies kann durch Feedback und Sonderformate gesteigert werden, daher empfehlen wir diese Schritte sehr. Es ist ansprechender für die Nutzer*innen und kann helfen die regelmäßige Teilnahme an dem Kurs zu sichern.

c) Verbesserung

Es gibt zwei Zeitpunkte, in denen es wichtig ist die Verbesserung des Kurses durch Analyse anzustreben. Das ist zum einem bevor der Kurs online geht mit Hilfe von Beta-Tests und zum anderen während der Kurs online ist mittels Analysetools. Ein Beta-Test wird einige Zeit bevor der Kurs online geht von einer kleinen Anzahl an Personen durchgeführt. Sie bekommen die Möglichkeit den Kurs vorab zu testen, um danach Feedback zu geben.

Tipp: Nutze Beta-Tests und Analysetools, um Bewertungen deines Kurses und Anregungen für weitere Entwicklungen zu bekommen! Verbesserungen können in vielfältiger Weise erfolgen: Besserer Inhalt, höhere Teilnehmerzahlen, die richtige Auswahl der Medien… es gibt viele unterschiedliche Wege wie du von der Analyse deines Kurses nachhaltig profitieren kannst. Wie in Punkt a) schon erwähnt ist außerdem die technische Stabilität sehr wichtig. Auch diese kann bei Beta-Tests überprüft werden.

In a nutshell

Wie man sieht ist das Erstellen von Online Kursen ein sehr komplexer Prozess und es gibt viele Schritte zu beachten. Es fordert außerdem viele verschiedene Fähigkeiten und interdisziplinäre Expertise.

Du beherrschst dein Fachgebiet, willst einen Online-Kurs bauen, aber der Weg dorthin ist trotz Anleitungen, verständlicherweise, noch eine große Hürde? Wir haben Spezialisten für die Herausforderungen die die Erstellung eines Online-Kurses mit sich bringt, können dir als helfende Hand zur Seite stehen und garantieren eine erfolgreiche Bildungsdigitalisierung in kurzer Zeit!