Warum Professoren, Lehrer und Fortbildungsinstitute Technologie brauchen…

…und was sie von Netflix lernen können!

Es gibt sie tatsächlich, einzelne Meetings, die das Ende oder die Zukunft eines Unternehmens bestimmen können.

Zum Beispiel im Jahr 2000, als sich John Antioco, der damalige Geschäftsführer des Filmimperiums Blockbuster, mit dem jungen Team von Netflix traf um über einen Kauf des Unternehmens zu sprechen.

50 Million Dollar forderte Netflix, der einstiege Neuling in der Branche, von dem Giganten Blockbuster für eine Übernahme. Im Raum vertreten waren die Blockbuster Executives, einige bekannte Gesichter aus der Tech Szene und der Netflix CEO Reed Hastings.

Das Geschäftsmodell der Unternehmen unterschied sich nur in der Methodik. Blockbuster besaß große Filialen und Netflix versandte damals DVDs per Post. An Streaming von Inhalten dachte niemand.

Blockbuster kaufte Netflix nicht. Heute ist Netflix das größte Unternehmen der Branche und belegt an einem typischem Mittwochabend mit seinem Streaming Angebot bis zu 50% des gesamten Internettraffics der USA.

Blockbuster ist tot.

Disruptive Veränderungen nennen wir heute Umwälzungen im Markt. Besonders stark betroffen sind dezentrale Dienstleistungsmärkte.

Einer dieser Märkte ist der Bildungsmarkt. Ähnlich zu Entertainment und Kommunikation ein Markt ohne feste Bindung an eine Fertigungskette aus physischen Gütern.

Ein Markt, der sich vor allem auf eines verlässt: Starke Marken, Institute, Anerkennung und Vertrauen.

Ein Markt, dem die New York Times bereits 2013 „disruptive Veränderungen“ vorhersagte und das „Year of the MOOC“ verkündete.

MOOCs, das sind offene Onlinekurse in denen Professoren ihre Inhalte hochladen und jeder mit einem Internetzugang teilnehmen kann.

Doch diese Veränderung blieb, zumindest in Deutschland, aus. Auch in den USA, dem Entstehungsort der MOOCs, revolutionierten sie in den letzten Jahren nicht das Bildungssystem.

Selbst die führenden Anbieter von Onlinekursen edX, Coursera und Udacity rekrutieren ihre Mitarbeiter immer noch zu großen Teilen von den elitären und teuren Universitäten des Landes.

Man braucht sie also doch, die Universitäten und ihren Ruf, auf den sowohl Studenten als auch Unternehmen vertrauen können.

Universitäten und andere Bildungseinrichtungen, die nicht nur ausbilden sondern auch Vergleichbarkeit für Unternehmen und ihre Recruiter schaffen, die sich nicht zurecht finden in einer Welt aus online Qualifikationen.

Doch eines wird dabei gerne vergessen: es gibt sie nun, die (zumindest technologisch) revolutionären digitalen Lernformate.

Für manche wird sie eine Achillesferse und für manche die Chance sein, sich neu zu positionieren, auf einem Bildungsmarkt der sich schnell und von Technologie getrieben verändert.

Besonders Universitäten, deren Produktionsgut „der oder die Studierende“ erst nach Jahren den Arbeitsmarkt betritt und Aufschluss gibt über die Qualität seiner Ausbildung.

Viele Kritiker, allen voran Clayton Christensen, Harvard Professor und Autor des Buches „The Innovators Dilemma“, sehen in Hochschulen die Verlierer disruptiver Veränderungen durch Onlinekurse.

Christensen, dessen Buch von vielen Betriebswirten als einflussreichste Idee des 21sten Jahrhundert bezeichnet wird, sagt 50% aller amerikanischen Hochschulen innerhalb der nächsten 10-15 Jahre das Ende voraus.

Hochschulen können viel von Netflix Wandlungsfähigkeit lernen und ihnen steht nicht nur eine große Bedrohung durch Digitalisierung gegenüber sondern vor allem eine Chance.

Warum wir nicht auf Institutionen verzichten können und wie man den digitalen Wandel meistern kann darüber möchte ich in diesem Blog mehr Klarheit schaffen.

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